# Pompon für eine Mütze machen (plus Quasten)

Du hast die letzte Runde gestrickt, deine Fäden vernäht und deine Mütze perfekt gespannt – aber oben fehlt noch das gewisse Etwas. Ein hüpfender Pompon (Bommel) oder eine schwungvolle Quaste ist oft der letzte Schliff, der aus einer handgestrickten Mütze etwas wirklich Fertiges und Durchdachtes macht. Die gute Nachricht ist, dass beides keine besonderen Fähigkeiten erfordert. Du brauchst nur etwas Garn, eine Schere, ein paar Minuten Zeit und etwas Geduld beim Zurechtschneiden.

Dieser Leitfaden führt dich von Anfang bis Ende durch beide Techniken – einschließlich der Tipps, wie du einen dichten, runden Pompon statt eines flachen, traurigen Büschels erhältst und wie du beide Verzierungen so befestigst, dass sie jahrelanges Tragen überstehen.

Was du benötigst

  • Garn – Garnreste von deiner Mütze eignen sich gut, oder Kontrastgarn für einen Farbtupfer
  • Einen Pompon-Maker (zwei Größen sind praktisch) *oder* ein Stück feste Pappe
  • Eine scharfe Schere
  • Ein Lineal oder einen Zirkel (falls du Pappringe zuschneidest)
  • Eine Wollnadel zum Anbringen des fertigen Pompons oder der Quaste

Methode 1: Pompon-Maker

Ein Pompon-Maker aus Kunststoff ist der einfachste Weg, wenn du vorhast, öfter Pompons zu machen. Die Arme halten das Garn beim Wickeln an Ort und Stelle, und die integrierte Rille führt deine Schere für einen sauberen, gleichmäßigen Schnitt.

Schritt für Schritt

  1. Öffne beide Arme des Pompon-Makers, sodass sich die beiden Hälften nach außen klappen, und wähle die Größe, die der gewünschten Pompongröße entspricht (fertige Pompons schrumpfen beim Zurechtschneiden etwas, daher ist es völlig in Ordnung, eine Nummer größer zu wählen).
  2. Wickle Garn um einen Arm und arbeite dich hin und her, bis der Arm dicht und gleichmäßig bedeckt ist. Je mehr du wickelst, desto dichter und runder wird dein Pompon – plane für einen Mützenpompon ein, einen Arm dutzende Male zu umwickeln statt nur ein paar Durchgänge zu machen.
  3. Wiederhole den Vorgang am zweiten Arm und klappe dann beide Arme zu, sodass sie einen vollständigen Kreis bilden.
  4. Schneide entlang der Außenkante auf, indem du deine Schere in die Rille auf jeder Seite führst und alle gewickelten Garnstränge durchschneidest. Halte die beiden Hälften dabei geschlossen, damit das Garn nicht verrutscht.
  5. Binde die Mitte fest ab. Schneide einen separaten, etwa 30–45 cm langen Faden ab, schiebe ihn zwischen die beiden Kunststoffarme um die Mitte des Bündels und ziehe ihn so stramm wie irgend möglich, bevor du ihn doppelt verknotest. Dieser Schritt entscheidet darüber, ob dein Pompon zusammenhält – sei also nicht zögerlich beim Festziehen.
  6. Öffne die Arme und nimm den Pompon heraus. Schüttele ihn auf und schneide ihn dann zu einer Kugel zurecht, wobei du lange oder ungleiche Stränge abrundest. Lass die beiden Enden deines Bindefadens lang – du verwendest sie, um den Pompon an deiner Mütze zu befestigen.

Methode 2: Pappringe

Kein Pompon-Maker zur Hand? Pappe funktioniert genauso gut und ermöglicht es dir, einen Pompon in jeder beliebigen Größe oder Form für deine Mütze herzustellen.

Schritt für Schritt

  1. Schneide zwei gleiche Kreise aus Pappe zu (ein Müslikarton oder Versandkarton eignet sich bestens) und schneide dann aus der Mitte jedes Kreises einen kleineren Kreis aus, sodass du zwei identische Ringe hast, ähnlich wie flache Donuts. Der äußere Kreis bestimmt den Durchmesser des Pompons; das innere Loch sollte etwa ein Drittel bis die Hälfte dieser Größe haben.
  2. Lege die beiden Ringe aufeinander und beginne, dein Garn darum zu wickeln, indem du es immer wieder durch das innere Loch und um die Außenkante führst. Eine stumpfe Nadel mit eingefädeltem Garn erleichtert das Durchführen durch ein kleiner werdendes Loch im Laufe des Wickelns.
  3. Wickle weiter, bis das innere Loch fast gefüllt ist und sich die Ringe rundherum fest und dicht anfühlen – das sorgt für einen üppigen, dichten Pompon statt für einen dünnen, lückenhaften.
  4. Schneide zwischen den beiden Ringen auf. Schiebe die Spitze deiner Schere zwischen die Pappschichten direkt an der Außenkante und schneide das gewickelte Garn um den gesamten Kreis herum durch. Halte die Ringe beim Schneiden zusammengedrückt, damit die Stränge an Ort und Stelle bleiben.
  5. In der Mitte stramm festbinden. Schiebe einen separaten Faden zwischen die beiden Pappringe, wickle ihn um die gebündelte Mitte und ziehe ihn so fest wie möglich, bevor du ihn sicher verknotest – am besten doppelt.
  6. Schiebe die Pappringe ab (du kannst sie aufschneiden, wenn sie klemmen) und fächere den Pompon auf. Schneide ihn rundherum mit einer scharfen Schere in Form und drehe ihn dabei in der Hand, bis eine gleichmäßige Kugel entsteht.

Tipps für einen dichteren, runderen Pompon

  • Wickle mehr, als dir notwendig erscheint. Ein spärlicher Pompon entsteht fast immer durch zu wenig Garn – im Zweifel füge eine weitere Schicht hinzu.
  • Binde die Mitte so fest ab, wie du körperlich kannst. Ein loser Bindefaden ist der Hauptgrund dafür, dass Pompons auseinanderfallen oder ungleichmäßig werden.
  • Schneide in kleinen Schnitten, während du den Pompon in der Hand drehst, anstatt zu versuchen, ihn mit wenigen großen Schnitten zu formen. Es ist viel einfacher, später mehr wegzuschneiden, als einen zu kurz geschnittenen Bereich zu korrigieren.
  • Schüttele ihn nach dem Zuschneiden noch einmal kräftig durch, um kurze Schnittreste zu entfernen, bevor du ihn an deiner Mütze anbringst.

Wie man eine Quaste macht

Quasten verleihen einer Mütze einen anderen Look als ein Pompon – eleganter, mit Bewegung statt Volumen – und sie sind noch schneller fertiggestellt.

  1. Schneide ein Stück feste Pappe zu, das etwas länger ist, als deine fertige Quaste werden soll (denke daran, dass der Umbruch die Länge deiner Wicklungen etwa halbiert).
  2. Wickle das Garn der Länge nach um die Pappe, so oft wie nötig für die gewünschte Fülle. Mehr Wicklungen ergeben eine dickere Quaste.
  3. Schiebe einen Faden unter den Wicklungen an der Oberkante der Pappe durch und binde ihn fest ab. Lass lange Enden zum späteren Befestigen der Quaste stehen.
  4. Schneide die Schlaufen am gegenüberliegenden Ende auf, indem du mit der Schere an der Unterkante der Pappe entlangfährst, um die Stränge zu lösen.
  5. Wickle einen separaten Faden um das Bündel, etwa ein paar Zentimeter unterhalb des oberen Knotens, um den „Hals“ der Quaste zu formen. Wickle ihn mehrmals um und binde ihn stramm ab. Stecke die Enden dann mit einer Wollnadel ins Innere der Quaste.
  6. Schneide die unteren Enden mit einer scharfen Schere gerade, sodass die Quaste gleichmäßig hängt.

Pompons und Quasten an einer Mütze befestigen

Egal welche Verzierung du gemacht hast, das Befestigen funktioniert nach demselben Prinzip:

  1. Fädele die langen Enden des Bindefadens aus der Mitte auf eine Wollnadel.
  2. Führe die Nadel von innen nach außen und wieder zurück ein paar Mal durch die Spitze der Mütze und erfasse dabei mehrere Maschen, damit das Gewicht gut verteilt wird und nicht an einer einzelnen Schlaufe zieht.
  3. Ziehe den Faden stramm, sodass der Pompon oder die Quaste bündig auf der Mützenkrone sitzt, und verknote die Enden auf der Innenseite der Mütze fest miteinander.
  4. Vernähe die Fäden auf der linken Seite durch mehrere Maschen, bevor du sie abschneidest, genau wie bei jedem anderen Fadenende, damit sich der Knoten im Laufe der Zeit nicht lockern kann.

Wenn du dich nicht dauerhaft festlegen möchtest, kannst du auch zuerst einen kleinen Knopf oder ein Stück Filz innen an die Mütze nähen und den Pompon daran mit einigen sicheren Stichen befestigen. So lässt er sich später leicht austauschen oder zum Waschen abnehmen.

Fazit

Pompons und Quasten sind eine einfache Möglichkeit, einer fertigen Mütze das gewisse Etwas zu verleihen, und beide lassen sich mit Materialien herstellen, die du wahrscheinlich ohnehin zu Hause hast. Wickle großzügig, binde die Mitte so fest wie möglich ab, schneide geduldig in Form und verankere deinen Bommel durch mehrere Maschen an der Mützenkrone – so bleibt er bei jedem Tragen in der Saison perfekt an Ort und Stelle.

Sources