# Mütze stricken: Mützenkrone formen für Anfänger

Sie haben sich eine schöne Wolle ausgesucht, Ihre erste Mütze angeschlagen und stricken entspannt in Runden dahin. Dann kommen Sie zur Anleitung für die Mützenkrone und plötzlich wimmelt es von Maschenmarkierern, „k2tog“ und Runden, die sich schneller verjüngen als gedacht. Einmal tief durchatmen – das Formen der Mützenkrone sieht auf dem Papier komplizierter aus als es ist. Im Grunde handelt es sich nur um ein paar einfache Abnahmen, die in einem vorhersehbaren Rhythmus wiederholt werden. Wenn Sie es einmal durchgestrickt haben, verliert das Thema jeglichen Schrecken.

Dieser Ratgeber begleitet Sie durch eine komplette einfache Mütze vom Bündchen bis zur Spitze, sodass Sie genau sehen, wie sich die Abnahmen in das Gesamtbild einfügen und warum die Technik so gut funktioniert.

Was das Formen der Krone eigentlich bedeutet

Eine gestrickte Mütze ist im Grunde ein Schlauch, der oben gleichmäßig zusammenlaufen muss, anstatt einfach flach abzuschließen. Die Kronenformung besteht aus einer Reihe von Abnahmerunden, die schrittweise Maschen reduzieren – hier ein paar, dort ein paar –, sodass sich der Schlauch zu einer gerundeten Kuppel verjüngt, anstatt in einer steifen Kante zu enden.

Das Geheimnis einer schönen, gleichmäßigen Krone liegt darin, die Abnahmen gleichmäßig über die Runde zu verteilen und die Abnahmerunden häufiger zu wiederholen, je weniger Maschen sich noch auf der Nadel befinden. Wenn Sie das befolgen, zieht sich die Spitze Ihrer Mütze wunderschön zusammen wie bei einem Wasserball. Setzen Sie die Abnahmen hingegen ungleichmäßig oder geballt an einer Stelle, entsteht eine schiefe oder spitz zulaufende Form.

Die Mütze beginnen: Das Rippenbündchen

Bevor Sie die Krone formen können, brauchen Sie den Mützenkörper. Die meisten einfachen Mützen beginnen nach demselben Schema:

  1. In Runden anschlagen. Schlagen Sie mit einer Rundstricknadel (oder einem Nadelspiel bei kleinerem Umfang) die in der Anleitung angegebene Maschenzahl an und schließen Sie die Arbeit zur Runde. Achten Sie darauf, die Maschen nicht zu verdrehen.
  2. Das Bündchen im Rippenmuster stricken. Ein einfaches Muster wie 1x1 rechts/links (1 Masche rechts, 1 Masche links im Wechsel) oder 2x2 (2 rechts, 2 links) ist der Klassiker, weil Rippenmuster elastisch sind, sich angenehm an den Kopf anschmiegen und wieder in Form ziehen. Bei den meisten Anfängermützen werden 4 bis 6 cm Bündchen gestrickt, bevor es weitergeht.

Das Bündchen erfüllt zwei Aufgaben: Es hält die Mütze gut am Kopf und verleiht dem unteren Rand ein sauberes Finish, das sich nicht einrollt.

Den Mützenkörper glatt rechts stricken

Wenn das Bündchen die gewünschte Länge erreicht hat, wechseln Sie zu glatt rechts – das bedeutet beim Stricken in Runden einfach: jede Runde rechts stricken. Weil in Runden gearbeitet wird, müssen Sie keine linken Maschen stricken, um das typische V-förmige Maschenbild auf der Vorderseite zu erhalten.

Stricken Sie nun so lange gerade Runden weiter, bis die Mütze die gewünschte Höhe vor Beginn der Abnahmen erreicht hat. Eine gute Faustregel lautet: Stricken Sie so lange, bis das Strickstück vom Bündchen gemessen irgendwo zwischen Ihren Augenbrauen und dem Oberkopf endet – je nachdem, wie eng anliegend oder lässig (Slouchy) die Mütze werden soll. Das ist auch der perfekte Zeitpunkt, um die Mütze vorsichtig anzuprobieren (auf den Nadeln oder mit einem Stillegungsfaden), um den Sitz zu überprüfen.

Vorbereitung der Kronenabnahmen

Das ist der Schritt, der Anfängern oft die meisten Fragen aufwirft, aber die Vorbereitung ist denkbar einfach.

Maschen in gleich große Abschnitte unterteilen

Beim Formen der Mützenkrone wird in mehreren gleichmäßig verteilten Abschnitten entlang der Runde jeweils eine Masche abgenommen. Die meisten Anleitungen teilen die Gesamtmaschenzahl in 6 bis 10 Abschnitte ein – je mehr Abschnitte gewählt werden, desto runder und sanfter wirkt der Übergang.

Setzen Sie dazu in regelmäßigen Maschenabständen Maschenmarkierer ein, sodass zwischen den Markierern gleich große Blöcke entstehen. Beispiel: 72 Maschen geteilt durch 8 Abschnitte bedeutet, dass alle 9 Maschen ein Markierer platziert wird. In Anleitungen ist diese Rechnung meist schon vorgegeben.

Die passende Abnahmetechnik wählen

Die zwei häufigsten Abnahmetechniken bei Mützenkronen sind:

  • k2tog (2 Maschen rechts zusammenstricken): Stechen Sie mit der rechten Nadel durch zwei Maschen gleichzeitig und stricken Sie diese wie eine einzelne rechte Masche ab. Diese Abnahme neigt sich leicht nach rechts.
  • SSK (überzogene Abnahme / slip, slip, knit): Heben Sie zwei Maschen nacheinander wie zum Rechtsstricken ab, führen Sie die linke Nadel von vorne durch beide Schlingen und stricken Sie sie verschränkt rechts zusammen. Diese Abnahme neigt sich leicht nach links.

Viele einfache Anfängermuster nutzen der Einfachheit halber durchgehend k2tog, während andere Anleitungen k2tog und SSK kombinieren, damit die Abnahmelinien spiegelbildlich aufeinander zulaufen. Beide Varianten funktionieren wunderbar – folgen Sie einfach Ihrer Anleitung.

Die Abnahmerunden arbeiten

Hier entsteht die eigentliche Wölbung, und zwar nach einer klaren Logik.

Erste Phase: Abnahmen in jeder zweiten Runde

Zu Beginn der Kronenformung stricken Sie in der Regel eine Abnahmerunde, gefolgt von einer normalen Runde ohne Abnahmen, dann wieder eine Abnahmerunde und so weiter. Eine Abnahmerunde liest sich häufig so: „Stricken bis 2 Maschen vor dem Markierer, 2 Maschen rechts zusammenstricken (k2tog), wiederholen bis Rundenende“ – dadurch fällt in jedem Abschnitt eine Masche weg. In der Zwischenrunde werden alle Maschen ganz normal rechts gestrickt, damit sich das Gestrick setzen kann und die Neigung gleichmäßig verläuft.

Dieser abwechselnde Rhythmus wird über mehrere Runden beibehalten, solange noch viele Maschen auf den Nadeln sind. Dadurch verjüngt sich die Krone oberhalb des Mützenkörpers sanft, statt abrupt spitz zuzulaufen.

Zweite Phase: Abnahmen in jeder Runde

Sobald die Maschenzahl deutlich gesunken ist – häufig auf etwa 40 bis 50 Prozent der ursprünglichen Maschenzahl –, wechseln Anleitungen dazu über, in jeder einzelnen Runde abzunehmen. Da insgesamt nur noch wenige Maschen auf den Nadeln sind, erzeugt das Abnehmen in jeder Runde weiterhin eine schöne Rundung; die verbleibende Lücke schließt sich dadurch am höchsten Punkt der Mütze rasch.

Achten Sie weiterhin auf Ihre Maschenmarkierer. Wenn die Abschnitte immer kleiner werden, rücken die Markierer eng zusammen – das ist völlig normal, sobald der Umfang schrumpft.

Nadelwechsel bei kleiner werdendem Umfang

Irgendwann wird der Umfang der Mütze zu klein, um noch bequem über das Seil der Rundstricknadel gespannt zu werden. Wechseln Sie an diesem Punkt auf ein Nadelspiel oder nutzen Sie die Magic-Loop-Methode, um weiter in Runden zu stricken. Das ist ein ganz normaler Schritt beim Mützenstricken und kein Zeichen für einen Fehler – das Gestrick zieht sich schlichtweg wie vorgesehen zusammen.

Die Krone fertigstellen

Wenn nur noch eine kleine Maschenzahl übrig ist – meist zwischen 6 und 12 Maschen, je nach Garnstärke und ursprünglicher Maschenzahl –, wird die Spitze verschlossen.

  1. Schneiden Sie den Arbeitsfaden ab, lassen Sie dabei ein Stück von etwa 20 bis 25 cm Länge stehen.
  2. Fädeln Sie das Fadenende auf eine Woll- oder Stopfnadel.
  3. Ziehen Sie den Faden durch alle verbleibenden Maschen, indem Sie die Maschen nacheinander von der Stricknadel auf die Wollnadel gleiten lassen.
  4. Ziehen Sie den Faden fest an, sodass sich die verbliebenen Maschen in der Mitte der Mützenkrone dicht zusammenziehen.
  5. Vernähen Sie den Faden auf der Innenseite der Mütze gründlich und sichern Sie auch den Faden vom Anschlag.

Drehen Sie die Mütze auf rechts, dämpfen oder blocken Sie die Krone bei Bedarf leicht – und fertig: Sie haben eine Mütze vom Bündchen bis zur Krone geformt und vollendet.

Ein paar aufmunternde Worte zum Schluss

Das Formen einer Mützenkrone belohnt Sorgfalt mehr als Tempo. Zählen Sie vor allem zu Beginn alle paar Runden die Maschen zwischen den Markierern nach, damit keine übersehene Abnahme das Bild stört. Sollte die Krone bei Ihrer ersten Mütze noch nicht ganz ebenmäßig werden, ist das völlig normal – die Mütze hält trotzdem wunderbar warm und beim nächsten Projekt sitzt jeder Handgriff noch besser. Die allererste Mützenkrone unterscheidet sich bei jedem Strickfan von der zehnten – das gehört zum Lernprozess einfach dazu.

Wenn Sie erst einmal eine Krone geformt haben, erkennen Sie das Prinzip in fast jeder Mützenanleitung wieder: Rippenbündchen, glatt rechter Körper, Abnahme mit Zwischenrunde, Abnahme in jeder Runde, Faden durchziehen, fertig. Es ist ein überschaubares Set an Arbeitsschritten, das Ihnen die Tür zu unzähligen Mützendesigns öffnet.

Quellen